„In welches Spital geht ihr?“

„Seid ihr schon daheim?“

„Alles gut gegangen?“

„Wann ist Besuch erwünscht?“

„Gratulation und alles Gute!“

Vor und nach einer Geburt

gibt es viele Fragen. Die Frage ob alles gut gegangen ist möchte ich hier kurz beleuchten. Ja, es ist alles gut gegangen, ich würde sogar sagen SEHR GUT. Wir hatten eine gute, anstrengende, emotionale und rundum gelungene Geburt. Und was heisst das nun? Die Beleuchtung: Jede Geburt ist anders und einmalig. Ich kann nur von zwei Geburten berichten aber jede ist anders würde ich dick unterstreichen. Für meine Frau war die Zweite nun auch ganz anders. Weil ja bereits ein Kind da ist und beim Zweiten alles anders ist. Angefangen bei den ersten Wellen (=Wehen) bis hin zum Moment wo das Kind plötzlich da ist. Es ist anders wie jeder Mensch anders ist auf dieser Welt.

Ja, es ist gut gegangen.

Vom Entscheid jetzt ins Geburtshaus zu gehen bis zur Geburt…Es ist einfach so verflucht echt und direkt. Dieser Moment einer Geburt wenn es dann losgeht bis es dann da ist das Kind, das ist einfach LEBEN pur. Funktionieren und dich der Situation stellen ist angesagt. Es gibt im Leben so viele Situationen die du Prokrastinieren kannst. Bei einer Geburt geht das nicht. Wenn sie ist, dann ist sie und es gilt das auszuhalten. Ja, es ist gut gegangen. Schon nach 10 Tagen beginnen sich die Details wieder zu verwischen. Einzige Möglichkeit wäre es, die Geburt zu filmen, aber das wollten wir nicht. Dieses DA SEIN und GANZ IM MOMENT sein während der Geburt ist für mich etwas Einzigartiges. Das gibt es so nirgends. Kann mir gut vorstellen, dass das auch süchtig machen kann. Alle paar Jahre erdest du dich wieder zu 2000% und kommst auf diese Welt zurück wo du mit deinen Füssen auch hingehörst. Es ist diese Welt die zählt, es ist dieser Moment (nicht nur der Moment der Geburt), es ist diese Frage von deinem Kind, es ist diese Geste deiner Partnerin, es ist das LEBEN und das ist JETZT. Ja, es ist gut gegangen.

Gratulation unserer Wohngemeinde

Unsere Gemeinde hat uns per Post gratuliert und uns darauf aufmerksam gemacht, dass wenn wir ihnen nichts anderes schicken, davon ausgegangen wird, dass das Sorgerecht zu 100% bei der Mutter ist! Weil wir nicht verheiratet sind. Das nenne ich diskriminierend. Punkt. Trotzdem werden wir die gewünschten Kopien zustellen. Was sein muss, muss sein. Und übrigens kann bei eben diesem Formular unter „Konfession“ zwischen Katholisch, reformiert, Christkatholisch und „unbekannt“ gewählt werden. Die Mittlerweile zweitgrösste Konfession „Atheist“ gibt es so wenig zu wählen wie „Jüdisch“ oder „Islam“ oder „Buddhist!“ GEHT GAR NICHT, werde ich Rückmelden. Ja, es ist gut gegangen. Meine Frau ist unglaublich. Unglaublich stark und emotional präsent und liebevoll und einfach grossartig. Nicht nur weil sie meinen zweiten Sohn geboren hat sondern weil sie einfach so vieles so gut macht und ich mir keine bessere vorstellen kann. Natürlich ist 50% der harten Beziehungsarbeit von mir, aber ohne ihren Anteil würde es nicht gehen. Es ist diese Zweisamkeit die sich Liebe nennt und in der Familie aufgehen und wachsen kann. Wir haben bei unserem zweiten Date damals abgemacht, dass wir Kinder wollen und mindestens 20 Jahre zusammen bleiben. Wir sind auf dem besten Weg dazu! Ja, bis jetzt ist wirklich sehr vieles sehr gut gegangen. Auch mit den beiden Kindern. Ich wünsche uns und allen die das hier lesen, dass die guten und schönen Momente überwiegen. Und für alle Väter gibt es natürlich die neuen Daten von PAPArlapapp. Guckst du vorbei? Das erste Mal gratis, danach für 30 CHF pro Sitzung. Bis bald.