22:26 Uhr. Ich stehe am Küchentisch und tippe diesen Beitrag. Im Manduca vor mir versucht mein Kleiner zu schlafen. Es will nicht gelingen, weil seine Nase mehr oder weniger komplett zu ist. Also haben wir uns entschieden, dass meine Frau jetzt schon mal schläft und ich versuche also mit Kind im Manduca meinen monatlichen Beitrag zu schreiben. Weil wenn er im Manduca ist sollte auch seine Nase frei sein. Mal schauen wie sich das entwickelt. Salzlösung steht bereit und irgendwann wechseln wir dann wieder damit ich auch schlafen kann. Nicht vergessen immer leicht zu wippen sonst wacht er noch auf. 

Der Herbst hält wohl langsam Einzug. Ist für mich OK. Weil alles über 35° finde ich unmenschlich. Auch wenn ich nicht gleich zusammenklappe bei grossen Temperaturen aber es muss wirklich nicht sein. Heisst dann wieder in den Keller steigen und alle Winterschuhe und Winterkleider suchen. I HATE IT! Nicht den Winter aber eben das Umräumen der Kleider- und Schuhschränke.(Es röchelt und seufzt vor mir im Manduca!)

Am 14. September 2019 findet in Allschwil zum 6. Male das Sprungbrätt-Festival statt, für welches ich von der reformierten Kirchgemeinde Allschwil-Schönenbuch aus, zusammen mit dem Freizeithaus in Allschwil verantwortlich bin. Es gibt wieder einen super tollen Tag bis in die Nacht hinein mit Musik, Tanz und Wortbeiträgen. Kommt vorbei, es lohnt sich auf jeden Fall. (Ich fange an zu schwitzen bei den fast 9 KG im Manduca!)

Wie geht es uns im Moment als Familie denn so? Also wir sind müde, immer Mal wieder am Rande der Verzweiflung /Überforderung weil wir nicht allem Gerecht werden, aber sonst ist alles OK. Also eigentlich ist alles ganz normal wenn ich mit anderen vergleiche. Aber vergleichen sollte MANN ja nicht oder? Es stimmt wohl einfach wirklich dass die ersten Jahre mit Kindern sehr  sehr anstrengend sind. Haben ja schon unsere Eltern gesagt aber niemand hat ihnen geglaubt.-) Was soll ich schon dazu schreiben: Ich meine wir machen es ganz gut und wir lernen ja auch ständig dazu und wachsen mit. Es bleibt eine Herausforderung. Auch gerade weil wir ja immer noch versuchen Familie, Beruf und Paar- und Eigenzeit gerecht aufzuteilen. Ein zugegeben grosses Thema an welchem wir uns auch abarbeiten können. Klar wäre es wohl einfacher wenn ich oder meine Frau einfach daheim bei den Kindern bleibt, aber das wollen wir ja nicht, weil ganz daheim ist keine Lösung, ganz auf der Arbeit ist auch keine Lösung. Also die Mitte mit allen Konsequenzen. Dafür können wir auch einmal an einem Mittwoch Vormittag zusammen einkaufen gehen oder in der Stadt frühstücken. Dafür arbeite ich dann wieder einmal zum Beispiel an einem Wochenende durch oder so. Es sind unsere Entscheidungen.

Gerade waren oder sind wir auf dem Weg aus der "Grippe-oder-was-auch-imme-das-war" Krise raus. Also angefangen hat es mit Big S. mit Kotzen, dann ist es weiter zu uns mit Übelkeit ohne Kotzen und nun ist noch der Kleine an der Reihe mit Nase zu. Ach ja, ich hatte noch Fieber und üble Bauchschmerzen. Krank sein ist immer mühsam weil vieles trotzdem erledigt werden muss in der Familie aber du einfach keine Kraft hast. Alles ist noch schneller zu viel und das Unerledigte staut sich an. Ich hasse es! Wie gesagt, es wird besser und wir werden es überleben. (Das kann ja immer von allem gesagt werden, schon klar...) Dank dem dass unser Kleinster noch zu 100% gestillt wird, bleibt er wohl auch verschont von den allzu üblen Krankheiten. Darum macht Stillen ja auch Sinn.-) (Er zappelt immer wieder vor mir im Manduca rum, schient aber doch zu schlafen.)

Zur Zeit finde ich es anstrengend mich auf meine Firma zu konzentrieren. Zu wenig Zeit um regelmässig am Ball zu sein. Es läuft schon immer was, aber mein Leben nimmt mich einfach gerade ziemlich mit. Was ja auch schön und spannend ist. Ich fühle mich mehr nach "weglassen" oder "nicht-mehr-machen" als nach "auch-noch-ausprobieren" oder "das-könnte-es-ja-sein". Im 2020 werde ich mich entschieden müssen wie ich damit weiterfahren möchte. Ich brauche diese Deadline um nicht einfach vor mich hin zu werkeln. Die Männer- und Väterarbeit finde ich nach wie vor sehr wichtig und spannend aber Fuss zu fassen ohne einfach irgendwo dafür angestellt zu sein, das ist wirklich sehr harte Arbeit. Ich versuche weiter werde mich aber damit nicht auffressen lassen. Es darf gelingen, es muss aber nicht. Familie zuerst!

Am 28. September ist ja in Bern die NATIONALE KLIMA DEMO DES WANDELS. Das ist erfreulich und schön. Da komme ich ja her aus der Umweltschutzbewegung und ich gehöre da immer noch hin weil ich nach wie vor finde, dass wir nicht das Recht haben alles zu zerstören um des Geldes wegen und dass es nicht falsch sein kann, mit der Mutter Erde achtsam umzugehen. Mein Zugang ist ein wenig anders geworden aber das Thema bleibt mir ein Herzanliegen. Ich wünsche mir einfach eine friedliche und gerechte und gesunde Welt auf welcher es allen Menschen gut geht und auf welcher alle Menschen gemeinsam füreinander einstehen und teilen. Mit diesen Worten schliesse ich und wünsche einen gesegneten Abend wo immer ihr gerade seid. (Ich schwitze im Manduca und der Kleine ist sehr unruhig, schläft aber eigentlich.)

23:15 Uhr beendet