Ich bin heute morgen früh mit dem Zug vom Badischen Bahnhof mit meinem Ausbildungskollegen nach Luxembourg gereist. Mit dem Zuge bis nach Saarbrücken, dann mit dem Bus rüber. Ist eine schnelle und eine preiswerte Lösung. Ausbildung? Supervision und Coaching nach TZI. Beratung im Doppel also. Diese Ausbildung ist verteilt auf Österreich, Deutschland und die Schweiz. Ich reise also immer mal wieder mit dem Zuge umher und bilde mich weiter. Mein Bildungsverständnis ist so: Bildung passiert nicht nur an Weiterbildungen sondern permanent und jeden Tag. Familie und Kleinkind sind wahnsinnige Bildungsantreiberinnen. In diesem Jahr bin ich an total 24 Tagen im nahen Ausland für diese Ausbildung! Das ist viel, das ist verdammt viel. Auch für meine Familie ist das eine Herausforderung. Meine Frau darf/muss sich rund um die Fixpunkte wie KITA, Kinderabtausch, Arbeiten, Haushalt und Hund schlicht und einfach alleine um alles kümmern. Klar sind wir in solchen Wochen wie der die gerade läuft bereits im Vorfeld am planen, organisieren und schieben von Terminen, damit es dann auch möglichst gut und reibungslos läuft. (Meine Frau ist in diesem daran denken irgendwie besser...oder ich bin zu schlecht organisiert oder was auch immer) Ich bin nun also gerade in Luxembourg und um 19:30 Uhr geht es weiter mit der letzten Sitzung von heute bis um 21:00 Uhr. Um was geht es denn hier? Es geht um den Modulabschnitt M3b und der beinhaltet Themen wie: Ursprung der Wahrnehmung, Entwicklung der Sinne, Gestaltansatz...und was hat das mit PAPArlapapp.ch zu tun? Die erste Runde heute Nachmittag hatte den Titel "Ankommen, Anfangen Einsteigen-Was macht mich aus? Wer bin ich? Wie bin ich hier?" Nun ergänze ich und schon wird es PAPArlapapp-Relevant: Was macht mich als Vater aus? Wer bin ich als Vater? Wie bin ich hier als Vater? Eine Tatsache ist immer, dass ich mein PAPA sein ja auch in all diese Weiterbildungen mitnehme. Manchmal (eigentlich oft) habe ich auch ein schlechtes Gewissen alles daheim stehen und liegen zu lassen um mich meiner Selbstverwirklichung zu widmen. Auf der anderen Seite muss ich das tun, weil es für mich eine der einzigen Möglichkeiten ist, das zu tun was ich wirklich beruflich tun möchte. Und das wäre in naher Zukunft: Männer und junge Väter auf ihrem Weg/Alltag begleiten und den Austausch unter ihnen ermöglichen und mit ihnen auf den Weg gehen um neue Rollenvorstellungen von ihrem PAPI sein zu entdecken. (Ja, ich meine, dass die bisherigen Rollen nicht mehr wirklich funktionieren und es neue braucht in der Gesellschaft. Das beinhaltet noch viel mehr als diese einigen Zeilen und dazu werde ich ein andermal noch mehr schreiben.) Was macht mich als Vater aus? Eine wunderbare Frage für eine PAPArlapapp-Runde. Und was hat das mit meiner eigenen erlebten Vaterrolle zu tun? Wer bin ich als Vater? Noch schöner! Ich sehe die wunderbarsten Gespräche und methodischen Interventionen wie die Gruppe der jungen Väter sich darüber austauschen kann. Wie bin ich hier als Vater? Wie bin ich jetzt hier in Luxembourg als Vater? Unter Zeitdruck weil ich bis in ca. 10 Minuten diesen Text beendet haben möchte und auch mit einem Fuss immer ein wenig daheim bei Frau und Kind. Oder Kind und Frau, welche Reihenfolge? Wenn ich versuche meine Ausbildung und die Themen hier immer auch auf mein Vater-sein zu übertragen, dann kann ich meiner Meinung nach ganz viel davon profitieren. Schon nur das Thema "Wahrnehmung" ist für mein Vatersein omnipräsent und relevant. So gesehen behaupte ich, dass meine Familie auch von meiner Abwesenheit profitieren wird. Klingt verrückt, ist aber so. Wer sich vertiefter damit auseinandersetzen möchte: Die nächste Runde PAPArlapapp ist am 12. Juni 2017- ich wünsche bis dahin gutes Ankommen, Anfangen und Einsteigen.