Von der Windel zur Windel – #forgenerationstocome

Das ist ein Papablog. Ich bin ein Papablogger. Paparlapapp.

Wenn ich an Industrie denke, dann sehe ich folgendes vor meinem geistigen Auge: Grosse Hallen in welchen Menschen oder Maschinen etwas produzieren, viel Beton, Stahl, rauchende Schlote und stinkende Gewässer, vielleicht nicht hier in der Schweiz aber anderswo, da wo das neue Plastikspielzeug herkommt. Ja, die Industrie produziert auch sehr viel für unsere kleinsten Menschen. Plastikspielzeug ist da nur ein Element. Stofftiere, Babykleider, Windeln, Schoppenflaschen, Kinderschuhe, Kinderbücher, die Liste ist fast unendlich lange. Das sei ein Milliardenmarkt für die Industrie, kein Wunder also dass wir umgeben sind von lustiger Werbung welche uns suggeriert etwas für unser Kind kaufen zu müssen. Das Kind braucht es doch sooo dringend. So wie ich das neue I-Phone?

Wer braucht was?

Das ist die Frage. Braucht die Wirtschaft uns damit sie sich am Leben hält oder brauchen wir die Wirtschaft um unser Fortbestehen zu sichern? Wer war zuerst da? Wer wird zuletzt gehen?

Als Vater mit eher niedrigerem Einkommen kann ich es mir nicht leisten alle diese oben erwähnten Produkte neu zu kaufen. Und es macht für mich auch keinen Sinn weil Kleider und auch Spielzeuge stark genutzt werden und das mit neuen Produkten sehr ins Geld gehen würde. Tue ich nun etwas Gutes damit? Für mein Budget und für mein Gewissen und für unsere aller Zukunft wohl schon, weil second hand kaufen spart Ressourcen und schenkt den Produkten mehr Leben. Aber für die Wirtschaft? Die soll doch brummen und laufen und wachsen und florieren und Freude bereiten bei den Quartalszahlen? Machen wir ein einfaches Experiment. Alle kaufen nur noch second hand, tauschen und geben kein Geld mehr für Neues Material aus. Was passiert? Paparlapappi findet es toll! Die Wirtschaft findet es schlecht! Kein Wachstum, keine schönen Zahlen. Aber es gibt dann auch einen Markt oder? Einen Markt für second hand Produkte. Wo ein Markt, da auch Leben? Ohne Leben kein Markt?

Ressourcenschlacht

Wenn ich versuche zu beschreiben was auf der Welt abgeht betreffend Ressourcen, dann wird mir schon mal schlecht. Kinderarbeit und miserable Löhne, weder Absicherung der Menschen noch Stabilität in vielen Ländern wo die Rohstoffe für unsere Träume herkommen. Träumen wir uns die falschen Dinge herbei?

Können wir nicht anders und kompensieren wir unsere Sehnsüchte mit Konsum. Wer kennt es nicht: „Heute gönne ich mir etwas Schönes!“ Woher kommt dieser Drang sich dauernd belohnen und beschenken zu müssen? Sind wir uns nicht selber Geschenk genug? Unser Leben als Geschenk? Unseren Geist als Geschenk? Unsere vielfältigen Gaben als Geschenke? Und was machen wir damit? (An dieser Stelle darfst du lieber Leser, liebe Leserin dich 3 Minuten auf dein Sofa setzen und dich fragen: „Was zur Hölle mache ich hier eigentlich!“)

Denken in Kreisläufen

Die Kreislaufwirtschaft soll es richten. Alle Rohstoffe laufen im Kreise herum und es geht nichts verloren. Also von der „Windel zur Windel“ oder vom „Pingu zum Pingu“. Vom Kind zum Kind. Ein neuer Mensch soll wenn er wieder von der Erde geht nichts zurück lassen als seine Erinnerungen. Schöne Idee. Um WC Papier aus recycliertem Zellstoff herzustellen braucht es auch Frischfasern. Ohne frisch also kein Recycling. Zuerst muss die Wirtschaft ja etwas produzieren, damit wir es anschliessend recyceln können. Die Frage bleibt schon wie viel produziert werden muss, damit sich der Kreis dann schliesst? Und wie viel muss immer neu produziert werden, damit der Kreislauf nicht stoppt? Braucht es ständig neue Produkte? Die Unterhaltungsindustrie z.B. meint uns das vorzumachen. Immer noch neuer und kurviger und grösser und digitaler und effizienter (hää?) und noch mehr designt. Da waren meine Grosseltern wirklich MeisterInnen darin. Da kann ich mich an einen TV erinnern, der hatte weder Fernbedienung, noch war der farbig noch war da was „curve“. Das war einfach ein TV und solange der lief wurde er benutzt! Das geht beim heutigen i-Phone ja gar nicht mehr denn wenn es noch gehen würde so sagt mir das schöne Ding auf einmal dass ich diese App nicht herunterladen könne, weil das System veraltet ist. Wirtschaftliche Bevormundung nenne ich das.

Was tun?

Muss es eigentlich immer 3 für 2 sein? OK, bei Windeln macht das wirklich Sinn. Bei Tomatensaucen eventuell auch noch. Aber bei Kleidern, Haushaltsgeräten und vielem anderem ist es eine pure Verschwendung. Auch das Wochenende in Berlin für 29 CHF retour ist wohl mehr Vermüllung des Geistes als nachhaltiges Ferienerlebnis. Was braucht es? Es braucht ein Neues Denken und neue Wege. Weg vom Bekannten hin zu neuen Ansätzen! Denke das Unmögliche, auch in der Familie. Mache das Andere, nicht nur daheim sondern auch am Arbeitsplatz. Steh auf und sag einfach einmal NEIN und STOPP. Zum Beispiel jetzt und hier. Gehe hin und tue Gutes. Vernetze dich mit anderen und tausche dich aus. Es gibt wohl so viele Lösungen wie es Menschen gibt und viele davon wollen wirklich etwas ändern. DU hoffentlich auch?! #forgenerationstocome

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