I know what you did last summer!

Das ist ein Papablog. Ich bin ein Papablogger. Paparlapapp.

„I know what you did last summer“ war so ein Splatter-moovie der vor langer Zeit aktuell war. Nicht das ich diesen besonders gut fand aber der Titel hat gerade zu meinem Beitrag hier gepasst. Aufpassen auch mit solchen Filmen wenn kleine Kinder rumrennen. Es ist aber immerhin ein eigenes Genre in der Filmwelt. Ich sage manchmal „es gibt nicht was es nicht gibt“, ergänzend kann ich sagen „wirklich nichts“.

Papier oder Digital?

Es geht nicht um die Frage ob ich ein digitalloses Leben wünsche sondern um die Frage der Agenda in digital oder auf Papier. Ich hatte einige Jahre meine Agenda auf dem Handy was den Vorteil hat, dass die Familie immer weiss wo ich bin und was ich mache und ob ein Termin eben buchbar ist. Mittlerweile besitze ich wieder eine Papieragenda und meine Frau hat ihre digital- es wir also keineswegs einfacher. Papier ist mir als Agenda im Moment lieber weil alles in digital manchmal nerven tut. Also mich. Vor mir liegt nun eine Agenda aus dem Jahre 1996/97 und zwar eine „Musik“ Agenda. Die gibt es seit vielen Jahren und die wird häufig von MusikerInnen verwendet. Und ich?

Hardstudios und Konservatorium

Im Jahre 1996 bin ich also in Biel am Konservatorium unterwegs gewesen. Ich habe Klavierunterricht genommen. Klassik und Jazz. Habe in einer Band gespielt und Songs geschrieben und wir hatten damals sogar das Glück eine CD in den Hardstudios in Winterthur aufzunehmen. Interessant ist die Tatsache, dass ich jetzt die Agenda aufschlagen kann und sehe, dass ich am 10. und 11. März 1997 die Prüfungen hatte für in das Seminar Biel, am 12. März waren wir mit der damaligen Band in Bern vor dem Inselspital um mit meiner Tante Fotos für das CD-Cover zu machen, am 16. März war ich um 10:00 Uhr in der Kirche in Diessbach, am 22. März habe ich in Biel im Radio Canal 3 die Sendung „Zak“ moderiert, anfangs April 1997 waren wir dann in den Hardstudios in Winterthur. Interessant! Und wenn ich es jetzt 20 Jahre später überfliege, sehr präsent. Schön. und doch hat sich vieles in meinem Kopf wohl zum guten gedreht, also die negativen Erinnerungen sind wohl untergegangen. Es war eine anstrengende Zeit damals. Viel zu tun und von Selbstfürsorge oder Spiritualität noch keine Spur. Heute würde ich so eingehen. Auch sehe ich Termine um meine Grosseltern in Bern zu besuchen. Die sind heute leider beide schon einige Jahre tot. So geht die Zeit dahin. Auch habe ich in dieser Zeit mit dem Rauchen angefangen und wollte schon damals aufhören. Mittlerweile rauche ich ja schon einige Jahre nicht mehr, zum Glück.

20 Jahre von heute

Der Sprung ist gewagt. Aber was wird heute in 20 Jahren sein? Mein Sohn wird 22,5 Jahre alt sein! Ich werde 57 Jahre alt sein! Krasse scheisse. Was wird Big S. machen? Wo wird er leben? Was wird er beruflich tun? Wird er glücklich sein? Werde ich dort wo ich dann bin glücklich sein? Was wird sonst auf der Welt anders sein als heute? Wie wird es politisch aussehen? Was werde ich in meiner Freizeit machen? Was wird die Männerarbeit in der Schweiz tun? Wie wird meine Firma laufen? Wie werden die Familienstrukturen aussehen in der Schweiz? Ich habe keine Antworten.

Und Morgen?

Veränderungen sind schleichend. So gibt es auch nicht „die Werte“ oder „die Gesellschaft“. Oder „die Kultur“ oder „die Religion“. Schwieriges Thema schon klar, aber das ist meine Meinung. Gemeinsam oder einsam. Morgen wird also anders als wir denken. Und wie ist das mit Kindern? Klar wünsche ich mir gewisse „Haltungen“ oder „Werte“ die mein Sohn mitnehmen soll. Aber kann ich das beeinflussen und in Bahnen lenken? Und was machen wir wenn es gar nicht klappt und in die „falsche“ Richtung geht? Ab wann ist die Richtung „falsch“? Ab wann müssen wir eingreifen und wie lange lassen wir es laufen? Wenn Big S. daheim irgendwelche Dinge schnappt und dann behauptet es seien seine, ist das schon der Punkt zum eingreifen? Wie stark soll ich mich durchsetzen? Was ist noch ok und wo ist es zu viel? Fragen über Fragen und manchmal ist die Antwort einfach nicht klar. Einen schönen Abend wünsche ich allen.

Bilder aus 1995.

 

 

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