Und immer wieder Terminator!

Dies ist ein Papablog. Ich bin ein Papablogger. Paparlapapp.

Als ich das erste Mal Terminator mit Arnold Schwarzenegger gesehen habe, da war ich wohl 14 Jahre alt. Wir lebten noch bei unserer Mutter in Busswil bei Büren. (Ja, das gibt es auch heute noch.-) Erinnern kann ich mich auch noch daran, dass ich und mein Bruder Terminator 1 und 2 am Stück geschaut haben und gegen Ende des zweiten Teils war dann das Abendessen parat. Die Szene wo der Terminator sich vom kleinen John Conner in diesem flüssigen Stahl, terminieren lässt, wäre also fast mit dem Salat in der Küche kolidiert. Ich weiss auch noch, dass mich das schon sehr mitgekommen hat wie der Terminator dann „sterben“ musste. Fragen dazu aus meiner heutigen Sicht als Papa:

Welche Filme sind ab wann geeignet für meinen Sohn? Sind diese kleinen Videos und Pingu Serien auf dem IPad schon zu hektisch für Big S.? Was sieht er eigentlich sonst alles so den ganzen Tag was wohl vor 20 Jahren noch gar nicht OK gewesen wäre? (Werbungen in der Stadt, gruselige Tattoos, viel Nacktheit auch in der Werbung.) Versteht mich nicht falsch. Er wächst damit auf und es ist also einfach „normal“, auch wenn ich das Wort nicht so mag. Aber die Frage ist schon, wenn es immer mehr und schneller und härter und krasser und nackiger etc. wird; stumpft dann auch etwas in unseren Kindern einfach ab?

Wo führt uns das hin?

Bei Terminator 1 der aus heutiger Sicht erstens ein Klassiker ist und zweitens aber doch, was die Action Szenen betrifft, belächelt wird, ist die Frage WAS bewirkt das in einem jungen Menschen wenn er das sieht? Klar, heute gibt es Filme wie SAW. Das wäre 1984 bei Terminator 1 total undenkbar gewesen, ist heute aber irgendwie OK? Oder doch nicht? Wie lange geht das noch weiter in diese Richtung? Das hat auch beim DEATH METAL Einschlag gefunden. Covers von Alben welche früher als „schlimm“ zensiert wurden werden heute belächelt. Wo führt dieser Weg die Gesellschaft oder uns als kleine Familie hin? Und die grosse Frage: Stiftet das alles nicht zu noch mehr Gewalt an und ist gefährlich? Meine Meinung ist die: Ein Mensch besteht aus sehr vielen einzelnen Teilen in seinem Kopf und seiner Art und Weise zu handeln oder nicht zu handeln. Es reicht für mich eben nicht einen brutalen Film zu schauen und dann mache ich das auch wie im Film. Das ist schon sehr viel komplexer. Ein Grund bei Attentätern ist leider immer wieder auch dass ihnen die Rolle des Vaters daheim gefehlt hat. Nicht bei allen und nicht immer natürlich! Weil eben Menschen so komplexe Wesen sind. Aber es kommt immer wieder vor. Es kann aber auch gar nicht vorkommen bei wieder anderen Attentätern, das ist eben das verrückte und spannende am Menschen.

I`ll be back.

Dieser Satz hat meine Jugendzeit geprägt. Ich war fasziniert von der Maschine die so kalt und zielsicher unterwegs ist. Und ja, ich liebte das „geballere“ und die Sprüche und die Action Szenen. Bis heute mag ich das und weil ich ja HEUTE gerade Terminator 1 mit einem Kollegen in Zürich auf Leinwand geschaut habe, berichte ich überhaupt darüber.

Unsere Mission?

Klar, es ist eine Maschine die tötet, Leben zerstört, brutal ist. Aber auch eine Maschine die Leben rettet indem sie es beschützt und nicht von dieser Mission abweicht. Was haben wir für eine Mission im Leben auf der Erde? Beschützen kommt mir da schon auch in den Sinn, weil kleine Kinder beschützt werden müssen. Töten tun wir eher unbewusst mit unserem Konsumverhalten oder mit unserer Gleichgültigkeit gegenüber der Welt und den Menschen. Es gibt also Parallelen zur realen Welt. Der Gedanke dass wenn ich ein Terminator wäre, ich nie schlafen müsste und immer Sachen erledigen könnte, ist auch noch spannend. Nun sind wir eben (noch) keine Terminatoren und das ist glaube ich auch gut so weil wo bleibt sonst das einmalige Empfinden und Erleben? Wo das Wissen um die eigene Endlichkeit? Wo das Spontane und Lustige? Wo die Emotionen?

Fantasiewelt der Kinder

Wenn ich schaue was Big S. jetzt schon alles an Sachen erzählt und erfindet, dann staune ich schon wo das bei vielen Erwachsenen hingekommen ist. Kinder sprühen vor Ideen und Fantasie, sie scheinen den Moment ganz zu geniessen oder ihn auch zu vergessen. Wenn Filme uns helfen können etwas davon zu behalten oder nachzuempfinden, dann stufe ich das als ganz OK ein. Eine Trennung zwischen Realität und Fiktion ist dabei immer im Auge zu behalten. Wenn das verschwimmt, dann kann es schwierig werden.

Welches Männerbild der Terminator transportiert? Darüber müssen wir ja auch nicht reden, oder?

In diesem Sinne: „Hasta la vista, baby!“

2 Gedanken zu „Und immer wieder Terminator!“

  1. Sehr schöner Artikel.
    Vor allem im zweiten Teil können wir dann über Vaterfiguren und vor allem
    Emotionen von Männern/Robotern reden, denn:
    „Ich weiss jetzt warum ihr weint. Aber das ist etwas, das ich niemals tun kann.“

    😉

    1. ja, das gefällt mir! Oder ein Weekend zum Thema „Ich weiss jetzt warum ihr weint. Aber das ist etwas, das ich niemals tun kann.“ Es gibt noch viele schöne Geschichten aus der Filmwelt um parallelen zu Männern/Frauen/Menschen zu machen. Die Filme sind ja auch von Menschen gemacht und spiegeln vielleicht nur Sehnsüchte der Menschen wieder? Ich freue mich auf jeden Fall auf Terminator 6!

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