Death Metal- eine Liebe und ein Erklärungsversuch

Das ist ein Papablog. Ich bin ein Papablogger. Paparlapapp! Und nun schriebe ich also über den Herrn George „Corpsegrinder“ Fisher. Es muss etwas im Jahre 1998 gewesen sein als mich Freunde angefragt haben ob ich für einen Metalgig zu ihrer eigenen Matura einige Songs schreien würde. Ich dachte: Ja warum nicht und kriegte einige CDs in die Hand gedrückt nach dem Motto: „Hör mal da rein und versuch wie der zu klingen oder ähnlich.“ Das war so quasi meine Geburtsstunde als Metaller. Unter den Scheiben war unter anderem AT THE GATES oder IMMORTAL oder CANNIBAL CORPSE oder COVENANT. Ab der fünften Klasse habe ich Metallica, AC/DC und IRON MAIDEN gehört. Das hat dann irgendwann nicht mehr gereicht und Metallica finde ich ja heute mehr peinlich als gut. Aber was die 1990 gemacht haben hat Geschichte geschrieben. Meine besonders. Wenn ich von schreien rede dann gibt es da im Metal natürlich Unterschiede. Death Metal wird fast immer tief gehalten und Black Metal meistens hoch gekrächzt. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen von der Regel. Aber bei CANNIBAL CORPSE ist das in der Tat meistens sehr tief gehalten. Die Band gibt es seit 1988 und ich verfolge sie seit ca. 1998 bis heute und kaufe alle Alben und gehe ca. einmal pro Jahr an ein Konzert.

Schrecklich?

Nun ist CC (Cannibal Corpse) eine Band welche von Horror, Mord und Tot und Gore singt. Die Covers sind so übel, dass ich sie jeweils von Big S. verstecken muss und von den Texten reden wir schon gar nicht. Die Band hat auch immer wieder Anklagen weil sie laut Behörden zu Gewalt aufrufen.

Krank oder normal?

Musikalisch sind die Jungs von CC die absoluten Vollprofis und jede und jeder der ein Instrument spielt wird mir da beipflichten. In Interviews sind sie zu Spässchen aufgelegt und auf der Bühne machen sie eine verdammt gute Show. Also WARUM diese Texte und Covers? Eine Erklärung vom Bassisten selber ist hier.

Mir gefällt die Erklärung. Anfügen kann ich noch folgendes. In der Tat hilft mir Death Metal jeden Tag mit mir und meinen Emotionen umzugehen. Es ist mein Ventil im Alltag. Death Metal ist meine Tankstelle um meinen Akku aufzuladen. Death Metal ist ein Stück von meinem Herzen. (Da ich so viel Herz habe gibt es noch andere Teile in meinem Herzen.) Death Metal ist untrennbar mit mir und meinem Leben verbunden und wird es immer sein. Ich liebe die Musik, die Fans, die Konzerte, das bangen (Haare Kreisen lassen) an Konzerten, die Tätowierungen, das Metal Hammer Magazin, mein CD Gestell mit allen Bands und die Gewissheit, das alles bis ans Ende mit mir zu wissen und es nie aufgeben zu müssen! Das ist Liebe und Freundschaft und Leben und alle anderen Wörter die mir gerade nicht einfallen dazu.-)

CC macht es einfach verdammt gut!

Cannibal Corpse macht seine Arbeit einfach verdammt gut finde ich. Klar, es gibt noch gefühlte 10000000 andere Death Metal Bands aber bei CC bleibt mir einfach die Hacke offen und das jeden Tag. Ist denn das NORMAL? Was ist denn Normal? Das ist eine Frage der Definition. Musik hat sich entwickelt und Death Metal ist eine logische Entwicklung in der Musik. Natürlich könnte CC auch von farbigen Blumenfeldern singen und Video Clips machen die tanzende junge Bären zeigen. Passt aber nicht ins Konzept „böse“ und „negativ“. Das hat alles Konzept und läuft nach Plan. Eine frage bleibt: Stiftet das alles nicht zu Gewalt an? Es gibt weltweit keinen Fall in welchem wegen CC jemand zu Schaden gekommen ist. Das hat meiner Meinung nach damit zu tun, dass die Fans sehr genau wissen was Realität ist und was Fiktion.

Zwei Welten in meiner Brust.

Death Metal mit CC und Meditation mit religiösen Anteilen? Geht das zusammen? Gleichzeitig habe ich es noch nicht probiert.-) Aber nacheinander ist wunderbar. Am Morgen Meditation, den Tag durch immer wieder CC, dann am Abend noch einmal eine kurze Meditation. Für mich muss nicht alles Death Metal sein und es muss nicht alles meditierbar sein. Aber beides ist mir sehr wichtig und darum lebe ich beides.

Und das Kind?

Ja, Big S. ist mit Death Metal aufgewachsen. Seit Beginn weg hat er immer wieder mitgehört. Nicht zu laut aber ich habe einfach meine Musik gehört und wollte das natürlich weiter machen. Das mache ich auch heute noch und er will dann mit mir dazu tanzen und aufräumen. Das will ich nicht als „wahnsinnig“ oder „ausserordentlich“ darstellen, es ist einfach eine Tatsache und wird so bleiben. Weil ich es nötig habe und es mir dadurch besser geht und somit auch meinem Sohnemann und meiner Familie.

Aber du bist doch erwachsen?

Ja und genau darum kann ich auch selber entscheiden ob ich diese Musik unterstütze und gut finde oder nicht. Wollen wir einmal schauen, was Big S. in einigen Jahren für Musik anschleppt. Gute Woche. Nächste Woche geht es weiter mit Herrn Süfke! Ich freu mich schon.

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