Gemeinsam das Bild des Lebens malen

Das ist ein Papablog. Ich bin ein Papablogger. Paparlapapp! Big S. ist ein Maler. In regelmässigen Abständen ruft er „mooolää!“ Dann begibt sich meine Frau oder ich ins Kinderzimmer und wir malen zusammen mit Big S. an einem seiner zahlreichen Kunstwerke herum. Ich darf dann häufig Fische, Dinos oder sonst etwas Aktuelles malen was ihn gerade zu beschäftigen scheint. Das ist meistens schön, manchmal anstrengend. Weil ich nicht ein sehr begnadeter Maler bin. Aber Big S. merkt das wohl und meint, dass ich da eben noch üben müsse. Es können auch Enten, Elefanten oder Tiger an die Reihe kommen. Der Stapel an angefangenen und fertigen Kunstwerken wächst auf jeden Fall und hin und wieder gibt es sogar ein Flipchart Papier in Grösse A1. An diesem kann sich dann die ganze Familie verwirklichen. Hier ein Beispiel davon.

Das Leben malen

Wenn ich mir das Leben als ein Bild vorstelle, dann hat es wohl auch einen Rahmen. Muss nicht, aber meinem kulturellen Verständnis hat ein Bild häufig einen Rahmen. (Das meint nicht, dass Bilder ohne Rahmen keine Bilder sind oder das Menschen die viele Bilder ohne Rahmen haben komisch sind oder so.) Dieser Rahmen fasst das Bild (also in diesem Beispiel das Leben) ein. Ein Rahmen kann einschränken oder halt geben. Häufig denken wir mit dem Wort Rahmen auch Wörter wie Grenzen, Mauern, Umrandung, Abgrenzung oder einfach Unterstützung für das Bild, damit die Augen wissen bis wo sie schauen sollen oder müssen. Rahmen können also helfen sich zurechtzufinden und manchmal stören sie oder sie scheinen Halt zu geben oder Sicherheit. Wie sieht der Rahmen unseres Lebens aus? Was gehört dazu? Die Schweiz als Rahmen? Die Bundesverfassung? Die Menschenrechte? Die Gemeindeversammlung? Die Schule und der Kindsgi? Die Politik? Unsere Kultur (was ist das genau?) Die Menschen die hier leben und arbeiten? Die Kinder die hier aufwachsen? Was sehen die Kinder von dem Rahmen? Ich würde meinen, je älter desto mehr. Big S. hat seinen Rahmen ja noch nicht über unseren Vorplatz hinaus gesteckt und das ist auch gut so, er wäre ja sonst wohl total überfordert mit all den Eindrücken.

Das Familienbild

Wie malen wir als Familie unser Leben wenn es einen Rahmen gibt? Malen wir auch hin und wieder über den Rahmen oder bleiben wir immer schön innerhalb der Grenze? Ich würde meinen, dass wir gerne auch mal über die Grenze malen und Dinge ausprobieren oder anders machen als der Rahmen vorgibt. Einfach nicht aus dem Rahmen fallen, oder? Oder nur temporär. Beim Leben malen finde ich spannend dass alles was ich in einer Art und Weise regelmässig betreibe auch mein Bild des Lebens verändert und somit auch das meiner Familie mitgefärbt wird. Wir malen alle innerhalb des gleichen Rahmens. Die Farben unserer Lebensfarben vermischen sich auch und ergeben neue Farbtöne. Zu viele Farben gemischt ergeben immer grau. Wer färbt welchen Anteil und wie stellen wir sicher, dass wir noch im selben Rahmen unterwegs sind?

Wie malen wir zusammen?

Feedback und Kommunikation und gegenseitige Wertschätzung. Andere Teile der Familie malen anders. Sie benutzen andere Farben und Pinsel, mehr oder weniger Wasser und bringen von klein an andere Möglichkeiten zum Malen mit. Nicht falsche einfach andere. Das Gemälde füllt sich jedes Jahr, jeden Monat, jeden Tag ja jede Stunde und Sekunde weiter. Und auch wenn wir gerade nicht alle am selben Ort sind malen wir daran weiter und bringen neue Farben Formen und Pinselgrössen ein. Neue Kapitel im Leben können dann auch neue Bilder entstehen lassen und andere Rahmen produzieren. Oder ist das Leben ein Rahmen? Und welche Farbe hat eigentlich der Rahmen?

PS: ZEN-Meditation?

Ich habe mir ja ein tolles ZAFU und ein ZABUTON gekauft um darauf sitzend zu meditieren. Bald gehe ich in eine geleitete ZEN-Meditation und werde dann berichten.-) Zur Zeit bin ich täglich 30 Minuten am meditieren. Ich finde es grossartig. Gute Woche!

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