Sind harte Kerle ein Auslaufmodell? #metoo

Das ist ein Papablog. Ich bin ein Papablogger. Paparlapapp! Da ich nicht derjenige bin, der IMMER auf FB ist und alles liest und bewertet und teilt etc. weiss ich gerade nicht ob ich meine Meinung zu #metoo und der aktuellen Debatte zu sexueller Belästigung kundtun soll. Ich habe  aber auf jeden Fall eine Meinung dazu und diese möchte ich hier auch öffentlich machen. Danach möchte ich versuchen den Bezug zu mir als MANN und Vater zu machen. Also meine Meinung: Es ist richtig und gut wird darüber gesprochen und wird es so zu einem breiten Thema. Wenn es nur benutzt wird um die Verkaufszahlen in die Höhe zu holen, dann finde ich es bedenklich, weil so eventuell alle davon reden aber sich nichts ändern kann. Vieles taucht auf und verschwindet dann so schnell wieder wie es aufgeploppt ist. (Mache ich jetzt mit diesem Beitrag da mit oder nicht?) Es soll sich also etwas ändern, das ist meine Meinung. Und das was sich ändern soll ist eigentlich für mich kurz zusammengefasst so formuliert: „Es geht nicht, dass Menschen andere Menschen ausnutzen, verletzen oder für ihre Zwecke oder Machtansprüche manipulieren. Das soll weder verbal noch online noch direkt geschehen.“ Einfacher gesagt: „Lass die Finger von Handlungen, die dein Gegenüber nicht auch möchte.“ Noch einfacher:“Versuche mit deinem Gegenüber in Kontakt zu sein, dann kannst du merken ob du zu weit gehst oder nicht.“ Wenn ein MANN zum Beispiel das nie geübt, erfahren oder erlebt hat, dass auch er mit seinem Gegenüber (scheissegal ob Mann oder Frau) in Kontakt sein kann und merken kann ob es noch stimmt oder nicht, dann ist es schwierig das von heute auf morgen zu tun. Wenn ein MANN also gelernt hat zu jagen, töten, ficken, fressen, saufen und kriegen was er möchte, dann ist es schwierig auf einmal mit seinem Gegenüber in Kontakt zu treten. Nichts ist unmöglich aber es ist harte Arbeit und braucht von beiden Seiten viel Verständnis. Das klassische Männerbild ist ja nicht gerade gespickt mit Verständnis, Emotionen oder Selbstfürsorge. Die Selbstfürsorge kann beitragen zu mehr Zugang zur Innenwelt und dem Gegenüber. Da könnte sich der Kreis zur Spiritualität wieder schliessen.

Der Bezug zu mir als MANN und Vater: Es kann schon sein, dass sich jetzt sehr viele Männer als Täter sehen (viele sind es ja wohl auch) und dass viele Männer verunsichert (noch mehr verunsichert) werden, überhaupt etwas zu sagen oder tun oder nicht mehr zu tun. „Määnneeeeer sinnnd Schweinneeee…tralalaa tralallallaaaa…“…solche Songs helfen ja nicht gerade das verrückte Bild wieder gerade zu machen. Was dann? Nicht in Schweigen abdriften und gar nicht s mehr sagen oder machen. Aber wenn etwas sagen oder machen, dann kurz innehalten und sich fragen ob das noch OK ist oder vielleicht sogar beim Gegenüber nachfragen oder zumindest mit dem Gegenüber in Kontakt treten, dann kann auch nachgefragt werden. Klingt einfach? Ist es vielleicht manchmal auch. Einfach einmal den Mund aufmachen und sagen was dich als MANN bedrückt oder stört oder was du an deinem Gegenüber magst oder eben nicht. Einfach einmal kurz überlegen ob es andersrum für dich auch so toll wäre, (das was du gerade sagen oder machen möchtest). Einfach einmal das Gegenüber als Mensch und somit als einzigartiges Lebewesen, anstelle eines Lustobjektes anzuschauen. (Jaaaa…ist nicht immer einfach!) Einfach einmal die Sprüche weglassen und nicht die Situation schon beim ersten Satz versauen. Einfach einmal unter Gleichgesinnten über solche Themen reden oder sogar unter vier Augen, zum Beispiel bei einem PAPArlapapp Austauschtreffen. Einfach einmal diesen Blog lesen und dir eine Meinung dazu machen. Ja, das könnte ein Anfang sein. Wann machst du den Anfang? Und was hat das mit mir als Vater zu tun? Ich erziehe meinen Sohn und er guckt sich viel bei mir ab, macht mir nach, schaut zu mir auf. Es macht also einen Unterschied ob ich meinen Sohn als Trump-Vater oder als Mick Jagger-Vater erziehe. Was immer wir als Männer und Väter tun, wir sollten es nicht ohne zu reflektieren machen und es nicht einfach so machen weil es immer so gemacht wurde. Gute Woche!

hee?

 

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