Kühle Füsse, Einsichten und Bilder auf dem Kopf?

16. August 2017. Es ist 15:40 Uhr. Ich stehe in der Bar des TGV und schreibe diesen Beitrag. Es hätte schon noch Platz aber ich kann den Compi gut so auf die Bar Kombination stellen und mich hinten anlehnen, damit geht es ganz gut zum Schreiben. Von kurz nach 14:00 Uhr bis um 14:50 Uhr habe ich geschlafen und tolle Sachen geträumt. Leider kann ich mich nicht mehr gut erinnern, sollte es jeweils aufschreiben, sonst ist es weg. Seit einiger Zeit, wohl einige Monate, träume ich wieder stark. Warum wohl? Keine Ahnung. Ich versuche aber am Morgen jeweils kurz die Träume zu notieren oder was davon eben noch im Gehirne ist. Die Klimaanlage des TGV Lyria .-)) ist toll! Kühlt meine Füsse unglaublich auf Eiszapfentemperatur. Damit ich nicht gleich erkältet in Zürich aussteige habe ich mir ein langärmliges T-Shirt übergelegt. Da ich mit dem Velo zum Bahnhof gefahren bin ist mein T-Shirt (IMMORTAL) natürlich hübsch nass. Ob das gesund ist kann ich nicht sagen. In Zürich gehe ich an eine Sitzung des Vatercrashkurs-Teams. Da bin ich als Freischaffender Kursleiter mit dabei und führe Kurse durch. www.vatercrashkurs.ch Wir haben jetzt längere Zeit alleine gearbeitet und schon einzelne Kurse durchgeführt, nun ist es Zeit für einen Austausch und das Planen des weiteren Vorgehens. Betonen möchte ich auch hier in diesem Text noch einmal: Ich bin NICHT der Vaterexperte oder so etwas wie Remo Largo, der von sich übrigens auch sagt, dass er es nicht sei. Vielmehr ist meine Rolle die, den jungen Vätern in den Kursen zu ermöglichen, dass sie selber herausfinden was ihnen wichtig ist, was sie brauchen für sich, das Kind und ihre Beziehung, ihren Beruf und ihr Eigenleben. Meine Rolle ist also die eines „Ermöglichers“, eines Prozessbegleiters oder die eines Anleiters um in kurzer Zeit in die Tiefe der Thematik zu gelangen. Dazu braucht es eine ehrliche und offene Atmosphäre, Didaktik, keinen zu starren Ablauf um noch auf die Teilnehmenden eingehen zu können und Freude an ganz alltäglichen Fragen und Herausforderungen des PAPA sein und der Familie und ihrem Leben drinnen und auch draussen in der Gesellschaft. Es ist meine Lieblingsthematik in meiner Arbeit als Selbstständiger. Anders gesagt viel Herz schlägt in dem Thema bei mir durch. Heute Morgen habe ich um 06:15 Uhr versucht, Big S. neben mir im Bett davon abzuhalten, aus dem Bett zu steigen, Frau auf dem Sofa zu wecken und die ganze Familie „hochzufahren“. Wenn das System am Morgen einmal hochgefahren ist dann ist es schwierig noch einmal schlaf zu finden. Da Big S. in der Nacht geschrien hat, hat ihn meine Frau zu mir gebracht und ist selber auf s Sofa, weil es zu dritt im Bett sehr eng wird. Besonders wenn Big S. strampelt, sich umdreht und hin und wieder um sich schlägt. Als meine Versuche kläglich scheiterten (also eben kein Vaterexperte!) ist mir meine Frau zu Hilfe gekommen. Big S. hat dann ein gut 15 Minuten dauerndes Geschrei losgelassen, ich bin relativ aufgelöst auf dem Sofa gesessen und konnte nichts tun ausser warten bis er sich beruhigt hat. Also gab es heute Frühstück um 06:30 Uhr und doppelte Espressi dazu. Mein Teil in mir, der zu mir selber schaut und sich Gutes tut, damit es mir als Markus Bürki gut geht, wünscht sich ruhige Momente am Morgen, ein sanftes Aufstehen, am liebsten mit einer kurzen Minute des Innehaltens oder so. Aber ganz sicherlich nicht ein Geschrei um 06:15 Uhr, bei welchem wir auch nicht ganz verstanden haben um was es eigentlich geht. Austesten? Grenzen kennen lernen? Frühgymnastik mit Mama und PAPA? Wer weiss das schon. Wir waren aber wach und darum habe ich vorher daheim noch kurz geschlafen.-) Meine Frau ist nun mit Big S. zur Veranda Pelicano gegangen um sich mit einer Freundin zu treffen und ich gehe eben nach Zürich an diese Sitzung. Am Vormittag waren wir als Familie (mit Hund) und einem Mädchen von unseren Freunden beim „DINO“. Es gibt in ca. 20 Minuten Fussdistanz einen lebensgrossen Dino auf einem Feld und rund herum viel Grün (das Gebiet nennt sich auch Grün 80) und ein Restaurant in welchem wir dann um 09:irgendwas noch einmal etwas gegessen haben und die beiden Kinderlein sich ein Gipfeli teilen konnten. So früh am Morgen hat es immerhin noch kaum Leute und die Temperaturen sind angenehm. Es war mir aber schon fast zu warm, ich habe langsam genug von dem Sommer und seinen Hitzetagen. Diesen Samstag steigt ja bei uns der grosse Flohmarkt und es gibt einen KINDERZIRKUS! Da wünsche ich mir für die Kinder noch einmal schönes Wetter. Auch weil ich die Bar schmeisse und wenn es schön heiss ist wird wohl mehr Bier getrunken.-)

Letzte Woche war ich noch in der Weiterbildung beim Modul M6E zum Supervisor/Coach. Dabei ging es unter anderem auch um Werte und Haltungen und ich möchte hier einige Definitionen die wir uns angeschaut haben als Bild einfügen, da ich ja vor kurzem auch über Normen und werte geschrieben habe. Vielleicht möchte ja jemand einen Kommentar dazu abgeben hier? Diese Ausbildung, meine Arbeit und meine Familie und ich selber. Das sind alles sehr wichtige und tolle Elemente meines Lebens. Manchmal (im Moment) finde ich es fast zu Vielseitig und mein eigenes ICH kommt ein wenig zu kurz. Ich würde doch so gerne mehr mich bewegen, lesen, still sein und Meditieren, Musik machen in irgend einer Form, Auszeiten machen, runterfahren und abschalten. Ich bin aber dabei mir meiner Punkte bewusst zu werden und versuche das alles möglichst unter einen Hut zu bringen. Darum bin ich als Kursleiter für junge Väter wohl gar nicht so ungeeignet, weil ich viele Herausforderungen habe, die sehr viele andere auch haben. Mein eigener 5 Punkteplan schreit:

1) Es meisterhaft tun!

2) DA-SEIN!

3) Emotional sein

4) sich fordern und fördern und schauen was bleibt

5) Zuhören und Nachfragen und ein kleines Bisschen Selbstfürsorge

Wenn ich einmal ein Buch schreibe dann kommt mein 5 Punkteplan bestimmt hinein. Ich wünsche allen eine emotionale, meisterhafte, fordernde, zuhörende, nachfragende und selbstfürsorgende Woche. Mach etwas für dich lieber MANN! Mach es JETZT und TUE ES!

 

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