„es fägt einfach uhueren!“

Jeweils am Dienstag Abend schreibe ich meinen Blog-Beitrag der Woche. Heute ist schon Donnerstag! Manchmal frage ich mich wie sehr ich mich strukturieren und quälen muss um meine Dinge zu erledigen die mir wichtig sind und mich erfüllen. Diese Frage stellt sich mir immer wieder eigentlich jede Woche oder schon am Sonntag Abend in der Wochenplanung mit der Familie. Wie viele Termine bringe ich in einen Tag? Wie viele Stunden kann ich meine Tage ausdehnen und noch mehr reinstopfen? Wie viele Tassen Kaffee tun mir noch gut pro Tag? Für wen und was und warum mache ich das alles eigentlich? Alles für mich? Alles für mich! Egoismus pur! Ich optimiere mein Leben, welches natürlich in regem Austausch mit meinen mir lieben steht, trotzdem scheine ich mich selber am liebsten zu haben. Nicht immer aber häufig und tendenziell immer mehr, was wohl auch mit dem Alter zu tun hat. Ja, ich finde meine aktuelle Lebenssituation gerade unglaublich schön und farbig und reich an vielen Glücksmomenten und voll von Erleben und Lernen und Aufgehen in dem was mir lieb ist. Für mich, für meine Familie, für meine Kunden, für meine Mitmenschen, für meine FreundInnen lasse ich hier laut sagen:“Es ist gerade einfach sehr gut so wie es ist!“ Klar ist es vielschichtig, oberkomplex, verwirrend, verbildet, verblendet, verblödet. Vieles auf jeden Fall davon. Es braucht Brillen mit Kontrast, Mut, Erfahrungen, Ruhe, Spiritualität, Musse, Gelassenheit und Bescheidenheit. Klingt vielschichtig? Ist aber so! Irgendeinmal habe ich gemerkt, dass wenn ich ja auch gar nichts im Leben tun würde, die Welt ja trotzdem sich weiterdrehen würde.-) Etwas würde fehlen. Mich als glücklicher Mensch im reichen Erdenreich, der so scheint es, immer glücklicher wird. Oberkomplex und verwirrend? Ich würde sagen anregend und aufkratzend. Was bringt mich eigentlich dazu mich jeden Tag von neuem auf dieses Abenteuer Namens Leben einzulassen? Wie schaffe ich es immer wieder anzuknüpfen und nicht einfach loszulassen? Wie versetze ich alle diese Berge immer wieder in Bewegung oder habe zumindest das innere Gefühl, dass sie sich bewegen? Was treibt mich an nicht einfach aufzugeben und wegzudösen? Vielleicht ist es einfach die Tatsache, das es einfach „fägt“. Es „fägt“ einfach Death Metal zu hören und dazu die Birne zu bangen, es „fägt“ einfach meine Firma aufzubauen und zu merken Menschen auf ihrem Weg begleiten zu können, es „fägt“ einfach mit der besten aller Frauen in einem Haushalt zu leben, es „fägt“ einfach den genialsten Sohn zu haben der nahezu perfekt ist, es „fägt“ einfach viele nette und tolle Menschen zu kennen und mit ihnen Zeit verbringen zu können, es „fägt“ einfach komplexe Tagesabläufe zu planen und immer wieder von neu auch Fehler zu machen (meistens immer die selben.-)), es „fägt“ einfach Geld verdienen zu können und es auch für gute Sachen wieder auszugeben, es „fägt“ einfach diesen Blog zu schreiben, es „fägt“ einfach zu merken dass sich vieles zu einem ganzen fügt und es „fägt“ einfach selber Entscheiden zu dürfen was ich machen möchte und wann, es „fägt“ einfach zu merken dass ich lebe und nicht ohnmächtig bin! Und was „fägt“ am meisten? Sorry, aber wenn ich entscheiden müsste, was ich fast nicht kann, dann würde ich sagen Cannibal Corpse live über meine Boxen zu hören und dabei zu fühlen und zu merken, dass genau das das ist, was ich will und brauche um all das zu machen was ich mache! Klingt zu simpel? Verblendet und verblödet? Ist aber fucking so! Vielleicht ist das einfache manchmal so nahe und klar, dass wir es gar nicht mehr sehen und wahrnehmen können? Diese Momente wenn ich METAL hören kann und sich mir meine Haare fast überall an meinem Körper zu Berge stellen…das ist grossartig, das ist genial, das ist Leben, das ist geil gopf! Kindskopf? Nie erwachsen geworden? Zurückgeblieben? Mir scheissegal! Es „fägt“ einfach uhueren MANN!!

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