Maternal Gatekeeping

Da sitze ich gerade und schreibe diesen Bericht. Blick von unserem Sitzplatz aus auf den Gemeinschaftsgarten und den Sandkasten. Das grüne Plastikbecken ist eine Badewanne in welche heute erneut ein kleines Wesen aus unserer Familie hineingemacht hat…dick…nicht dünn.-)) wer gute Tipps hat wie das herausgeholt werden kann…nur zu! Küchensieb…?

Seit ich mich diesem Blog hier widme stelle ich fest, wie viel über Männer, Gleichstellung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Emanzipation, Vätertag, Elternzeit etc. geschrieben, gefilmt und auch immer wieder überall diskutiert wird. Natürlich habe ich meine „Antennen“ ausgefahren und natürlich interessiert mich sehr vieles davon weil ich ja mehr verstehen möchte einer Thematik in welcher es sehr viel zu lernen und auch umzusetzen gibt. Und trotzdem bin ich immer wieder überwältigt und auch überfordert mit der Flut an Infos in diesem Bereich. Auch hier gilt für mich „wie kann ich filtern und das für mein Puzzle noch fehlende mir aneignen?“. Theoretisch kann ich hier jeden Tag etwas schreiben. Ich bin also seit letztem Samstag spät abends zurück aus meiner Weiterbildung und fühle mich im Moment ziemlich müde. Ich habe bemerkt, dass mein Sohn mich nach einer knappen Woche Abwesenheit anders wahrnimmt oder in anderen Worten, dass die Bindung zwischen meiner Frau und meinem Sohn anders geworden ist. Ein wenig stärker würde ich sagen. Das hat sich nach drei Tagen schon wieder verändert aber es war dennoch spürbar. Ich habe mit meiner Frau auch darüber gesprochen. Auch über die Tatsache, dass das Muster „du musst das eben so machen, dann versteht das Kind dich besser…“, rasch aufgetreten ist. Von beiden Seiten ungewollt und wir haben es sehr rasch angesprochen (Punkt 5, kleiner Finger= zuhören und nachfragen und ein kleines Bisschen Selbstfürsorge), dennoch klar da. Da stelle ich mir eine klassische Aufteilung sehr anstrengend vor für den Mann. Wenn er kaum anwesend ist hat er ja auch kaum etwas mitzureden weil er ja auch nichts erlebt hat was mit dem Kind zu tun hat, somit auch keine Erfahrungen machen kann und wenn er nie versuchen kann so kann er auch keine Fehler machen und aus ihnen lernen. (Hinweis auf Punkt 2, Zeigefinger=DA SEIN!). „Maternal Gatekeeping“ nennt sich das Phänomen wenn die Mutter kein väterliches Engagement zulässt, weil sie denkt er macht es ja so oder so falsch oder nicht „richtig.“ „Mütterliche Türsteherinnen“ habe ich auch schon gelesen. Dazu findet sich viel im Netz und dazu gibt es auch Forschung. Sehr empfehlenswert finde ich auch die Sendung Super-Papa Chancen und Grenzen des Vaterseins die ich auch letzte Woche gesehen habe. (Dank meiner Frau die mich darauf aufmerksam gemacht hat.-) MERZIII gälll!). In der Doku werden sehr viele Aspekte angesprochen und mit „lebendigen Beispielen“ unterlegt. Besonders spannend: Väter die Teilzeit arbeiten sind glücklicher. Das hätte ich fast nicht geglaubt!

Der Vätertag 2017 ist schon Geschichte und ich habe weder einen eigenen Event durchgeführt noch einen besucht. Nächstes Jahr möchte ich einen im Rahmen des Vätertages 2018 durchführen, wer Interesse hat bei der Planung mitzuwirken, einfach bei mir melden.

Habe ich was vergessen? Bestimmt. Und das ist auch gut so. An alles denken macht noch vergesslicher! Eine gute Woche und wer hat eigentlich Lust einmal an eine „Männer & Vätersprechstunde“ zu kommen? Nächster Termin ist der 01. Juli 2017 von 13:00 bis 17:00 Uhr, Start jeweils zur vollen oder halben Stunde möglich. Fragen und Anmeldungen unter mail@paparlapapp.ch. Gute Woche und Plaparlapappische Grüsse!

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